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Glossar
Ablaufberg
>Definition Ablaufberg

Ablaufberg auch Eselsrücken genannt
Vorrichtung bei Rangierbahnhöfen. Ein oder mehrere Gleise verlaufen über eine Rampe (Berg). Güterwaggons, die in  neue Züge eingereiht werden sollen, werden abgekoppelt an die höchste Stelle des Ablaufbergs geschoben und rollen selbstätig über eine Gleisharfe  auf einzelne Gütergleise.  Damit werden die Güterzüge neu zusammengestellt.

ALM
>siehe Asset Lifecycle Management
Asset Lifecycle Management
>Definition für Asset Lifecycle Management

Unter Asset Lifecycle Management werden im Rahmen einer Empfehlung (NAMUR NE91) Tätigkeiten und Maßnahmen verstanden, die dazu dienen, den Wert einer Anlage zu erhalten oder zu steigern. Dazu gehören die Betriebsführung, Prozessführung, Verfahrensoptimierung sowie die werterhaltende und möglichst wertsteigernde Instandhaltung, d.h. die Optimierung zwischen dem Aufwand für die Instandhaltung und Ertüchtigung der Anlage einerseits und der für die Produktion geforderten Verfügbarkeit der Anlage andererseits. Asset Management ist Aufgabe der für den Betrieb insgesamt Verantwortlichen (Betriebsführung). (Quelle: NAMUR-Empfehlung NE91 „Anforderungen an Systeme für Anlagennahes Asset Management“, Erstausgabe 01.11.2001,  S. 4)

Ausfallbedingte Instandhaltung
>siehe korrektive Instandhaltung
Balanced Scorecard
>siehe Process Scorecard
BSC
>siehe Balanced Scorecard
BU
>Bremsuntersuchung
ERP
>siehe Enterprise Ressource Planning
IDM-Datenmodell
>IDM-Datenmodell des VDV

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) stärkt mit seiner Arbeit unter anderem die Position der Infrastrukturbetreiber. Einen deutlichen Beitrag leistet die im November 2006 vorgestellte Infrastruktur-Daten-Management-Schnittstelle (IDM). Der Nutzen moderner Planungssysteme bei der Instandhaltung von Bahninfrastruktur ist gemeinhin bekannt. Die vom VDV entwickelte Schnittstelle knüpft nun konsequent an diese Systeme an. In der einheitlichen Grundstruktur für das Infrastruktur-Daten-Management (IDM) sind sowohl die Stammdaten der Infrastrukturobjekte enthalten, als auch Informationen aus deren Lebenslauf. Der Nutzen für die Infrastrukturinstandhalter: Externe Auftragnehmer und Servicepartner können mit Hilfe von Schnittstellen direkt an das Instandhaltungssystem angebunden werden. Durch die standardisierte IDM-Schnittstelle können alle Daten - von Planung und Bau über Betreiben und Instandhalten bis hin zum Entsorgen - komplett in einem System abgebildet werden. Außerdem werden Leistungsvergleiche und ggf. auch ein Wechsel zwischen den Dienstleistern deutlich vereinfacht. Das stärkt die Position der Infrastrukturbetreiber – nicht zuletzt in den Preisverhandlungen. Weitere Informationen unter www.vdv.de

In eigener Sache: Als Anbieter eines speziellen Instandhaltungs-Planungssystems für Bahninfrastruktur begrüßen wir die Schaffung des Schnittstellenstandards ausdrücklich! Selbstverständlich wird unser System zedas®asset den IDM-Standard unterstützen.

IPS
>siehe Instandhaltungsplanungs-System
Korrektive Instandhaltung
>Definition für korrektive Instandhaltung

Bei der korrektiven Instandhaltung (auch ausfallbedingte Instandhaltung) wird die Anlage so lange betrieben, bis sie ausfällt. Danach wird sie instandgesetzt. Primärer Fokus ist die Schadensbeseitigung. Vorteile dieser Strategie sind: Die Lebensdauer der Bauelemente des Instandhaltungsobjektes wird voll ausgeschöpft, da deren Instandsetzung erst nach einem Ausfall erfolgt. Der Aufwand zur Planung der Instandhaltungsmaßnahmen ist wesentlich geringer als bei den Alternativstrategien. Nachteilig ist, dass die Instandhaltungsobjekte häufiger ungeplant ausfallen und die Gefahr von Folgeschäden an anderen Bauteilen steigt. Die Instandhaltungsobjekte fallen tendenziell länger aus, weil Ersatzteile und andere Ressourcen zum Zeitpunkt des Ausfalls evtl. nicht vorhanden bzw. nicht kurzfristig beschaffbar sind. Zudem sind die Lagerhaltungskosten höher, weil bei gleichzeitigem Ausfall von Anlagen Personalbedarfsspitzen entstehen. Die Fremdvergabe von Instandhaltungsmaßnahmen wird erschwert, da in der Regel eine sofortige Reaktion auf einen Ausfall erforderlich ist. Tendenziell ist auch die Arbeitsqualität schlechter, da die Instandhaltungsmaßnahmen unter Zeitdruck durchgeführt werden müssen. Auch die Sicherheit der Lieferzeit der zu produzierenden Produkte ist geringer, da die Anlagenzuverlässigkeit geringer ist.

Lausitz
> Definition für Lausitz

Die Lausitz bedeutet "feuchte Wiesen" (obersorbisch: Łužica, niedersorbisch: Łužyca). Die Region umfasst den Süden Brandenburgs, den Osten des Bundeslandes Sachsen (Ostsachsen) sowie die polnischen Bezirke Niederschlesien und Lebus. Sie gliedert sich von Nord nach Süd in Niederlausitz, Oberlausitz und Lausitzer Gebirge. Heute bildet der Spreewald den nördlichsten Teil der Niederlausitz; ursprünglich reichte sie bis zum Müggelsee. Die Lausitzer Neiße bildet seit 1945 die Grenze zwischen dem deutschen und dem polnischen Teil der Lausitz. Der Plural von Lausitz heißt Lausitzen.

Manufacturing Execution System
>Definition für Manufacturing Execution System

Die MESA (Manufacturing Execution Systems Association) definiert MES wie folgt: Manufacturing Execution Systems liefern Informationen, die eine Optimierung von Produktionsabläufen vom Anlegen des Auftrags bis hin zum Abschluss des Prozesses ermöglichen. Durch den Gebrauch von aktuellen und exakten Daten führen MES alle Aktivitäten aus. Das MES initiiert, antwortet auf, und berichtet über Aktivitäten so, wie sie auftreten. Die hieraus resultierende schnelle Reaktion auf Bedingungen, die den Ablauf beeinflussen, kombiniert mit der Konzentration auf die Reduzierung von Tätigkeiten, die keine Wertschöpfung erbringen, führt zu effektiven Fertigungs- und Prozessabläufen. MES verbessern so die Betriebsbereitschaft der Anlagen, forcieren die termingerechte Auslieferung der Produktionsgüter, verkürzen die Lagerzyklen, und erhöhen den Cash-Flow erheblich. Durch die Kenntnis von unternehmensweiten Produktionsaktivitäten und durch bidirektionale Kommunikation von und zur Supply Chain kann man mit MES sogar "Mission-Critical"-Informationen zur Verfügung stellen. Auch die Datenqualität im ERP steigt erheblich. Ganzheitlicher Ansatz: MES verbinden einzelne Softwarelösungen der Produktion zu einer Einheit und bilden die Schnittstelle zwischen Produktion und Verwaltung. Online-Monitoring und Auswertungen: MES ermöglichen die Ist-Betrachtung von Maschinen, Schichten, Bedienern und Produkten und bündeln die Informationen der Produktion in übersichtlichen Auswertungen. Datentransparenz: Daten stehen allen relevanten Bereichen zur Verfügung, unter anderem über ERP-Systeme. Auf einen Blick ist sichtbar, wo welcher Auftrag läuft, welche Maschine stillsteht. Stillstandszeiten lassen sich analysieren, Produktionsauslastung und Qualität überwachen und planen. Produktivitätssteigerung: MES liefert alle Daten zu Aufträgen und Maschinenauslastung. Schwachstellen werden schneller aufgefunden, analysiert und behoben. Planung und Investitionen stützen sich ab auf zuverlässige Daten.

MES
>siehe Manufacturing Execution System
Präventive Instandhaltung
>Definition für präventive Instandhaltung

Bei der präventiven Instandhaltung (auch vorbeugende Instandhaltung) werden vor Ausfall der Maschine vorbeugend - beispielsweise zeit- oder belastungsintervallgesteuert über Wartungspläne - Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Ziel ist es, Ausfallzeiten zu reduzieren. Primärer Fokus liegt dabei auf der Schadensvorbeugung. Oft kann bereits der Übergang von der traditionellen zeitzyklischen Wartung auf die belastungsabhängige Wartung einen erheblichen Kostenvorteil bringen. Instandhaltungsmaßnahmen können damit weitgehend geplant werden: Eine Abstimmung von Instandhaltungs- und Produktionsplänen kann vorgenommen und der Ersatzteilbedarf kann im voraus genauer bestimmt werden. Ausfallzeiten sind tendenziell kürzer, da für die durchzuführenden Maßnahmen ein höherer Vorbereitungsgrad und eine höhere Ressourcenverfügbarkeit anzusetzen ist. Die Vergabe von Instandhaltungsmaßnahmen und Fremdfirmen wird erleichtert; die geforderte Anlagenverfügbarkeit kann durch die erhöhte Zuverlässigkeit der Instandhaltungsobjekte leichter sichergestellt werden. Nachteilig ist, dass die notwendigen Informationen zur Ermittlung des Ausfallverhaltens der Instandhaltungsobjekte häufig - wenn überhaupt - nur mit erheblichem Aufwand ermittelt werden können. Der Abnutzungsvorrat der Instandhaltungsobjekte wird durch den vorbeugenden Teileaustausch nicht ausgeschöpft, wodurch tendenziell erhöhte Ersatzteilkosten anfallen. Gleichzeitig verhindert dies, dass die tatsächliche Lebensdauer der Instandhaltungsobjekte ermittelt wird, wodurch Informationen über das Ausfallverhalten verloren gehen. Zufallsausfälle lassen sich nicht vermeiden. Der Zusammenhang zwischen der auf das Instandhaltungsobjekt einwirkenden Belastung und der Abnutzung ist zu ermitteln und möglichst automatisch auszuweisen.

Process Scorecard
>Definition Process Scorecard

Die Process Scorecard ist eine Abwandlung der Balanced Scorecard. Balanced Scorecard (BSC) ist eine ganzheitlich orientierte, kennzahlenbasierte Managementmethode, welche sowohl die Vision und Strategie eines Unternehmens oder Unternehmensteils als auch relevante externe und interne Aspekte sowie deren Wechselwirkungen betrachtet. Die Process Scorecard als Abwandlung der BSC beinhaltet Kennzahlen, die für den Ablauf der Leistungserbringung relevant sind. Für den Bereich der industriellen Produktion findet sich die Bezeichnung Manufacturing Scorecard.

Return On Existing Investments
>Definition Return On Existing Investments

Der Return On Existing Investments gibt die Rendite aus bereits getätigten Investitionen an.

Return On Investment
>Definition für Return On Investment

Das Return on Investment (ROI) ist eine Größe für die Wirtschaftlichkeit einer Investition; die Amortisierung der Investitionskosten. ROI gibt die erwirtschaftete Kapitalverzinsung an, über den Rückfluss des investierten Kapitals in einem bestimmten Zeitraum. Aus dem ROI lässt sich der Gewinn pro investierter Kapitaleinheit ermitteln.

ROEI
>siehe Return On Existing Investment
ROI
>siehe Return On Investment
TCO
>Total Cost of Ownership
Telematik
>Definition Telematik

Telematik ist ein Kunstwort, welches aus den Worten Telekommunikation und  Informatik zusammengesetzt ist. Die Telematik integriert die Technologiebereiche Telekommunikation und die Informatik. Telematik ist also das Mittel der Informationsverknüpfung von mindestens zwei EDV - Systemen mit Hilfe eines Telekommunikationssystems, sowie einer speziellen Datenverarbeitung.

Total Cost of Ownership
>Definition für Total Cost of Ownership

Ein Verfahren zum Ermitteln der Gesamtkosten einer Investition. Zum reinen Anschaffungspreis werden die Kosten für Implementation, Schulung, Betrieb und Wartung hinzugerechnet. Das Verfahren wurde Mitte der 80er Jahre von Consultants der Unternehmensberatung Gartner entwickelt. Der Ansatz dient dazu, Verbrauchern und Unternehmen dabei zu helfen, alle anfallenden Kosten von Investitionsgütern (insbesondere in der IT) wie beispielsweise Software und Hardware abzuschätzen. Die Idee dabei ist, eine Abrechnung zu erhalten, die nicht nur die Anschaffungskosten enthält, sondern alle Aspekte der späteren Nutzung (Energiekosten, Reparatur und Wartung) der betreffenden Komponenten. Somit können bekannte Kostentreiber oder auch versteckte Kosten möglicherweise bereits im Vorfeld einer Investitionsentscheidung identifiziert werden. Wichtigste Grundlage für das weitere Verständnis der TCO ist die Unterscheidung zwischen direkten und indirekten Kosten. (vgl. wikipedia.org)

Vorbeugende Instandhaltung
>siehe präventive Instandhaltung
WU
>Wagentechnische Untersuchung
Zustandsorientierte Instandhaltung
>Definition für zustandsorientierte Instandhaltung

Ausgehend vom aktuellen Zustand der Anlage werden vorbeugend Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt mit dem Ziel, die Ausfallzeiten zu reduzieren. Primärer Fokus ist die Schadensvorbeugung. Der Abnutzungsvorrat der Instandhaltungsobjekte wird besser ausgenutzt als bei der Strategie der vorbeugenden Instandhaltung. Es lässt sich in der Regel eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit als bei der Strategie der ausfallbedingten Instandhaltung erreichen. Die Angaben über das Ausfallverhalten des Instandhaltungsobjekts müssen nicht so exakt sein wie bei der Strategie der vorbeugenden Instandhaltung, da im Rahmen der Inspektion der Zustand des Objekts erfasst wird. Die Inspektions- und Wartungsmaßnahmen sind zeitlich und inhaltlich exakt planbar. Häufig können notwendige Instandsetzungsmaßnahmen unmittelbar im Anschluss an die Inspektion durchgeführt werden. Dabei entsteht ein hoher Inspektionsaufwand, der mitunter höher sein kann als der Aufwand, der bei Anwendung der Strategie der vorbeugenden Instandhaltung entsteht. Nicht alle Instandhaltungsobjekte sind für die Strategie der zustandsabhängigen Instandhaltung geeignet. Für die Inspektionen wird in der Regel hochqualifiziertes Fachpersonal benötigt. Instandsetzungsmaßnahmen, die unmittelbar im Anschluss an die Inspektion vorgenommen werden müssen, können in der Regel nicht eingeplant werden.


 
 
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